Evangelisch - lutherischer Kirchenkreis Wolfsburg
Kirche Wolfsburg

Liebe braucht keine Papiere,

doch jede Hochzeit braucht: Dokumente - Termine - Abläufe

Trauung Liebes Brautpaar,

Sie wollen Ja zueinander sagen. Wie schön! Vielleicht schwanken Sie noch, ob Sie sich auch in der Kirche das Jawort geben wollen.
Dazu möchten wir Ihnen Mut machen. Denn wir sind überzeugt: Wenn zu Ihrer Liebe der Segen Gottes hinzukommt, dann gelingt das gemeinsame Leben.
Um Gottes Segen für Ihre Lebensgemeinschaft zu erbitten, darum geht es in der kirchlichen Trauung. Wenn Sie glauben, dass sie Ihnen guttun wird, haben Sie schon das Entscheidende getan. Die Kirche möchte Ihre Ehe begleitet. Sollten Sie nicht mehr oder noch nicht Kirchenmitglied sein, kann Ihre Eheschließung Anlass eines Eintritts werden. Sie haben auch die Wahl bei der Gestaltung des Gottesdienstes. Vorschläge zu Liedern und Texten finden Sie weiter unten auf dieser Seite. Näheres erfahren und verabreden Sie bitte bei der Pastorin oder dem Pastor Ihrer Kirchengemeinde.

Notwendiges für die standesamtliche Trauung

  • Stammbuch der Eltern
  • Geburts- oder Abstammungsurkunde beider Partner
  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Meldebescheinigung ihres Einwohnermeldeamtes
  • Evtl. bis zu zwei Trauzeugen (seit 1998 sind sie nicht mehr zwingend nötig)

Notwendiges für die kirchliche Trauung

  • Heiratsurkunde, diese erhalten Sie nach der standesamtlichen Trauung vom Standesamt.
Falls Ihre Traukirche nicht Ihre Heimatkirchengemeinde ist, benötigen sie einen Entlassungsschein (Dimissoriale) von der Kirchengemeinde Ihres ersten Wohnsitzes. Zur Trauung selbst bringen Sie bitte das Stammbuch mit.
  1. Der kirchliche Trautermin
    Wenn Sie sich mit Ihrem Partner für eine kirchliche Trauung entschieden haben, dann nehmen Sie bitte zunächst mit unserem Pfarramt Kontakt auf, um den möglichen Trautermin zu klären.
  2. Der standesamtliche Trautermin
    Sobald lhr Termin für die kirchliche Trauung vereinbart ist, bestellen Sie das Aufgebot beim Standesamt.
  3. Das Traugespräch mit der Pastorin / dem Pastor, die /der Sie trauen soll.

Die kirchliche Trauung

Das Traugespräch

mit dem Pastor, der Sie trauen soll: Dieses Gespräch dient - falls das noch nicht der Fall ist - dem gegenseitigen Kennenlernen. Vom Traugespräch hängt ab, ob Ihr Festtag auch so verläuft wie Sie sich das erhoffen. Sie selbst können dazu eine Menge beitragen. Je mehr Sie sich zu erkennen geben, umso besser kann sich die Pastorin oder der Pastor ein Bild von Ihnen machen, und das bedeutet für die Traupredigt: umso persönlicher kann sie abgefasst werden. Bedenken Sie, dass die Traupredigt für die Pastorin oder den Pastor eine schwierige Gratwanderung ist. Einerseits ist sie eine recht private Rede zu einem sehr intimen Vorgang: zwei Menschen wollen ihr Leben miteinander teilen, und sie oder er soll Ihnen dazu etwas sagen, was Ihnen dabei helfen kann.

Andererseits ist jede Traupredigt auch eine öffentliche Rede. Außenstehende sind mit dabei, nicht nur Eltern und Geschwister, sondern auch Freunde und ggf. Nachbarn. Nun muss die Pastorin oder der Pastor die Predigt so abfassen, dass sie einerseits persönlich auf Sie zugeschnitten ist, andererseits aber Ihre Würde, Ihre Intimität, Ihr Persönlichstes nicht verletzt wird. Und dabei können Sie ihm behilflich sein - in Ihrem eigenen Interesse.

Erzählen Sie von den Anfängen Ihrer Liebe und scheuen Sie sich nicht. Wie Sie sich kennen lernten. Erzählen Sie auch, wo es evt. schwierig wurde. Markieren Sie, was aus Ihrer Sicht in die Traupredigt eingehen kann und was nicht.

Andere Fragen, die Sie im Vorfeld miteinander durchdenken sollten:
  • Möchten Sie Kinder haben?
  • Was könnten Kinder für Sie bedeuten (in der Gegenwart und später im Alter)?
  • Welches ist für Sie bisher die glücklichste Zeit im Leben gewesen?
  • Was ist für Sie ganz persönlich Glück?
  • (Auch wenn es hier zunächst fremd erscheinen mag als Frage:) Wie müssten Sie leben, um am Ende später einmal "selig sterben" zu können?
  • Wie regeln Sie die Verteilung von Haushaltsaufgaben ohne in einen unseligen "Arbeitsverteilungskampf" zu geraten?
  • Was bedeutet Ihnen Gott und wie stellen Sie sich ihn vor?
  • Haben Sie schon einmal erfahren, wie Sie durch Glauben einen Ausweg aus einer völlig verfahrenen Situation gefunden haben?
Die Beantwortung der Fragen ist kein Muss. Es sind Denkanstöße, die zur Klärung der Situation helfen können, damit Ihr Festtag zu dem Fest wird, was Sie sich für den "offiziellen" Anfang Ihrer gemeinsamen Zeit erhoffen.

Weitere Dinge, die besprochen werden sollten:

  • Auswahl des Trauspruches, der Grundlage der Ansprache sein wird (Vorschläge finden Sie weiter unten)
  • Auswahl von Kirchenmusik und Kirchenliedern (Vorschläge finden Sie weiter unten)
  • Die mögliche Mitwirkung von Freunden und Verwandten bei Lesungen und Gebeten
  • Die Bestimmung des Verwendungszwecks der Kollekte
  • Blumenschmuck in der Kirche
  • Parkmöglichkeit bei der Kirche
  • Besprechung der Zeitpunkte, zu denen in der Kirche fotografiert / gefilmt werden kann
Ihre Hochzeit ist einmalig, nicht wiederholbar!

Welchen Trauspruch wünschen Sie sich?

Ein paar Vorschläge für Trausprüche:

Hinweis: Einige Trausprüche wurden behutsam im heutigen Sprachgebrauch wieder gegeben und sind in diesem Wortlaut daher nicht in den erhältlichen Bibelübersetzungen zu finden.

Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn, und schuf sie als Mann und Frau. (Genesis 1,27)

Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen! (Psalm 18,30)

Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohl machen. (Psalm 37,5)

Meine Seele ist stille, zu Gott, der mir hilft, denn er ist mein Fels, meine Hilfe, mein Schutz, dass ich gewiss nicht fallen werde. (Psalm 62,2)

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herren: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. (Psalm 91,1-2)

Stark wie der Tod ist die Liebe, ihre Leidenschaft ist hart wie die Unterwelt. Ihre Gluten sind Feuergluten, gewaltige Flammen. Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen; auch Ströme schwemmen sie nicht hinweg. (Hohes Lied Salomo 8,6b.7)

Es ist ja besser zu zweien als allein, denn sie haben guten Lohn für ihre Mühe. Fällt einer von ihnen, so hilft ihm sein Gesell auf. Weh dem, der allein ist, wenn er fällt! Dann ist kein anderer da, der ihm aufhilft. Auch, wenn zwei beieinander liegen, wärmen sie sich; wie kann ein einzelner warm werden? Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei. (Prediger 4,9-12)

Wo du hingehst, da gehe ich auch hin. Wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und Dein Gott ist mein Gott. Nur der Tod wird mich von dir scheiden. (Ruth 1,16-17)

Wohl dem Menschen, der Weisheit erlangt, und dem Menschen, der Einsicht gewinnt! Denn es ist besser, sie zu erwerben, als Silber, und ihr Ertrag ist besser als Gold. (Sprüche 3,13-14)

Bis in euer Alter bin ich derselbe und will euch tragen, bis ihr grau werdet. (Jesaja 46,4)

Gott hat den Menschen als Mann und Frau geschaffen. Die zwei werden eins sein, mit Leib und Seele. (Matthäus 19,4-5)

Jesus Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis. (Joh. 8,12)

Eure Liebe sei aufrichtig. Verabscheut das Böse, tut mit ganzer Hingabe das Gute. Eure Liebe zueinander sei herzlich. Übertrefft euch in gegenseitiger Achtung. Seid eines Sinnes. (Römer 12,9-10.16a)

Wer nicht liebt, bleibt tot. (1. Korinther 3,14)

Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht, sie stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freuet sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freuet sich aber der Wahrheit; sie verträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe hört nimmer auf. (1. Korinther 13,4-8a)

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (1. Korinther 13,13)

Lasst alles bei euch in Liebe geschehen. (1. Korinther 16,14)

Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So stehet nun fest und lasst euch nicht wieder in das knechtische Joch fangen! (Galater 5,1)

Durch die Liebe diene einer dem anderen. (Galater 5,13)

Einer soll dem anderen helfen, seine Lasten zu tragen. So erfüllt ihr das Gesetz Christi. (Galater 6,2)

Seid aber miteinander freundlich, herzlich und vergebt einer dem anderen, gleichwie Gott euch vergeben hat in Christus. (Epheser 4,32)

Handelt nicht aus Egoismus oder Eitelkeit. Keiner soll sich über den anderen erheben, sondern ihn mehr achten als sich selbst. Verfolgt nicht eure eigenen Interessen, sondern seht auf das, was dem anderen nützt. Habt im Umgang miteinander stets vor Augen, was für einen Maßstab Jesus Christus gesetzt hat. (Philipper 2,3-5)

Tut alles in der Liebe. Denn die Liebe ist das Band der Vollkommenheit. (Kolosser 3,14)

Vor allem lasst nicht nach in der Liebe zueinander. (1. Petrus 4,8)

Fördert euch gegenseitig, jeder mit der Gabe, die ihm Gott geschenkt hat. (1. Petrus 4,10)

Unsere Liebe darf nicht aus leeren Worten bestehen. Es muss eine wirkliche Liebe sein, die sich in Taten zeigt. (1. Johannesbrief 3,18)

Lasst uns einander lieb haben. Denn die Liebe kommt von Gott. (1. Johannesbrief 4,7)

Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist völlig in uns. (1. Johannes 4,12)

Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. (1. Johannes 4,16)

Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. (Offenbarung 2,10)

Was sollen wir bei der kirchlichen Trauung singen?

Vor - und spätestens in jedem Traugespräch stellt sich diese Frage. Leider entsprechen viele der "alten" Gesangbuchlieder und -melodien nicht mehr dem heutigen Geschmack bzw. der Stimmung (obwohl: ein genauerer Blick auf den Text lohnt sich!). Und dann kennt man sie auch zu wenig ...
Die vorliegende Auswahl soll eine Hilfe zur Orientierung sein.
Manche der Lieder hat man schon einmal gehört - in seligen Konfirmanden-Zeiten oder im einen oder anderen Gottesdienst.

Lied: „Herr, deine Liebe”

  1. Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer,
    wie Wind und Weite und wie ein Zuhaus.
    Frei sind wir, da zu wohnen und zu gehen.
    Frei sind wir, Ja zu sagen oder Nein.
    Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer,
    wie Wind und Weite und wie ein Zuhaus.
  2. Wir wollen Freiheit um uns selbst zu finden,
    Freiheit aus der man etwas machen kann.
    Freiheit, die auch noch offen ist für Träume,
    wo Baum und Blume Wurzeln schlagen kann.
    Herr, deine Liebe ...
  3. Herr, du bist Richter, du nur kannst befreien!
    Wenn du uns freisprichst, dann ist Freiheit da.
    Freiheit, sie gilt für Menschen, Völker, Rassen,
    so weit wie deine Liebe uns erreicht.
    Herr, deine Liebe ...
Text: Anders Frostensson, Übertragung: Ernst Hansen, 1970

Lied EG 604: „Wo ein Mensch Vertrauen gibt”

  1. Wo ein Mensch Vertrauen gibt, nicht nur an sich selber denkt,
    |: fällt ein Tropfen von dem Regen, der aus Wüsten Gärten macht :|.
  2. Wo ein Mensch den andern sieht, nicht nur sich und seine Welt,
    |: fällt ein Tropfen von dem Regen, der aus Wüsten Gärten macht :|.
  3. Wo ein Mensch sich selbst verschenkt und den alten Weg verlässt,
    |: fällt ein Tropfen von dem Regen, der aus Wüsten Gärten macht :|.
Text: Hans-Jürgen Netz 1975

Lied „Gott, der nach seinem Bilde”

  1. Gott, der nach seinem Bilde aus Staub den Menschen macht,
    hat uns seit je zur Freude einander zugedacht.
    Er fügt euch nun zusammen, lässt Mann und Frau euch sein,
    einander Wort und Treue, einander Brot und Wein.
  2. Und wie der Mensch die Antwort von Anfang an entbehrt,
    solang er nicht die Liebe des anderen erfährt,
    so sollt auch ihr von nun an in nichts mehr ganz allein,
    vereint an Leib und Herzen einander Antwort sein.
  3. Und wie zu zwei und zweien der Mensch den Weg durchmisst,
    wenn er zum Ende wandert und Gott ihm nahe ist,
    so wird er bei euch bleiben im Leben und im Tod;
    denn groß ist das Geheimnis, und er ist Wein und Brot.
GL 74, Melodie = EG 523 Valet will ich dir geben)
Text: Huub Oosterhuis, Übertragung: Nikolaus Greitmann, Peter Pawlowsky 1967

Lied EG 238: „Herr, vor dein Antlitz treten zwei”

  1. Herr, vor dein Antlitz treten zwei,
    um künftig eins zu sein
    und so einander Lieb und Treu
    bis in den Tod zu weihn.
  2. Sprich selbst das Amen auf den Bund,
    der sie vor dir vereint;
    hilf dass ihr Ja von Herzensgrund
    für immer sei gemeint.
  3. Zusammen füge Herz und Herz,
    dass nichts hinfort sie trennt;
    erhalt sie eins in Freud und Schmerz
    bis an ihr Lebensend.
(Melodie = EG 322)
Text: Viktor Friedrich von Strauss und Torney 1843

Lied EG 170: „Komm, Herr, segne uns”

  1. Komm, Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen,
    sondern überall uns zu dir bekennen.
    Nie sind wir allein, stets sind wir die deinen.
    Lachen oder Weinen wird gesegnet sein.
  2. Keiner kann allein Segen sich bewahren.
    Weil du reichlich gibst, müssen wir nicht sparen.
    Segen kann gedeihn, wo wir alles teilen,
    schlimmen Schaden heilen, lieben und verzeihn.
  3. Frieden gabst du schon, Frieden muss noch werden,
    wie du ihn versprichst uns zum Wohl auf Erden.
    Hilf, dass wir ihn tun, wo wir ihn erspähen
    - die mit Tränen säen werden in ihm ruhn.
  4. 4.= 1.
Text: Dieter Trautwein 1978

Lied EG 317: „Lobe den Herren, den mächtigen König”

  1. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren,
    meine geliebete Seele, das ist mein Begehren.
    Kommet zuhauf, Psalter und Harfe, wacht auf,
    lasset den Lobgesang hören!
  2. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,
    der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet.
    In wie viel Not hat nicht der gnädige Gott
    über dir Flügel gebreitet!
  3. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet,
    der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet.
    Denke daran, was der Allmächtige kann,
    der dir mit Liebe begegnet.
Text: Joachim Neander 1680

Ökumenische Fassung:

  1. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren,
    lob ihn, o Seele, vereint mit den himmlischen Chören.
    Kommet zuhauf, Psalter und Harfe, wacht auf,
    lasset den Lobgesang hören!
  2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret,
    der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet,
    der dich erhält, wie es dir selber gefällt;
    hast du nicht dieses verspüret?
  3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,
    der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet.
    In wie viel Not hat nicht der gnädige Gott
    über dir Flügel gebreitet!
  4. Lobe den Herren, der sichtbar dein Leben gesegnet,
    der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet.
    Denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet.
  5. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen.
    Lob ihn mit allen, die seine Verheißung bekamen.
    Er ist dein Licht, Seele, vergiss es ja nicht.
    Lob ihn in Ewigkeit. Amen.

Lied EG 240: „Du hast uns, Herr, in dir verbunden”

  1. Du hast uns, Herr, in dir verbunden,
    nun gib uns gnädig das Geleit.
    Dein sind des Tages helle Stunden,
    dein ist die Freude und das Leid.
    Du segnest unser täglich Brot,
    du bist uns nah in aller Not.
  2. Las unsre Liebe ohne Wanken,
    die Treue las beständig sein.
    Halt uns in Worten und Gedanken
    von Zorn, Betrug und Lüge rein.
    Las uns stets füreinander stehn,
    gib Augen, andrer Last zu sehn.
  3. Lehr uns, einander zu vergeben,
    wie du in Christus uns getan.
    Herr, gib uns teil an deinem Leben,
    dass nichts von dir uns scheiden kann.
    Mach uns zu deinem Lob bereit,
    heut, morgen und in Ewigkeit.
M = EG 330

Lied EG 334: „Danke”

  1. Danke, für diese Hochzeit heute,
    danke, für jeden neuen Tag!
    Danke, dass ich aus Herzensgrunde
    heut' dich preisen mag!
  2. Danke, für alle guten Freunde,
    danke, o Herr für jedermann.
    Danke, wenn auch dem größten Feinde
    ich verzeihen kann.
  3. Danke, für meine Arbeitsstelle,
    danke, für jedes kleine Glück.
    Danke, für alles Frohe, Helle
    und für die Musik.
  4. Danke, für manche Traurigkeiten,
    danke, für jedes gute Wort.
    Danke, dass deine Hand mich leiten
    will an jedem Ort.

Lied EG 331: „Großer Gott, wir loben dich”

  1. Großer Gott, wir loben dich;
    Herr, wir preisen deine Stärke.
    Vor dir neigt die Erde sich
    und bewundert deine Werke.
    Wie du warst vor aller Zeit,
    so bleibst du in Ewigkeit.
  2. Alles, was dich preisen kann,
    Cherubim und Seraphinen,
    stimmen dir ein Loblied an,
    alle Engel, die dir dienen,
    rufen dir stets ohne Ruh:
    „Heilig, heilig, heilig!” zu.
  3. Heilig, Herr Gott Zebaoth!
    Heilig, Herr der Himmelsheere!
    Starker Helfer in der Not!
    Himmel, Erde, Luft und Meere
    sind erfüllt von deinem Ruhm;
    alles ist dein Eigentum.

Lied EG 322: „Nun danket all und bringet Ehr”

  1. Nun danket all und bringet Ehr,
    ihr Menschen in der Welt,
    dem, dessen Lob der Engel Heer
    im Himmel stets vermeld't.
  2. Ermuntert euch und singt mit Schall
    Gott, unserm höchsten Gut,
    der seine Wunder überall
    und große Dinge tut.
  3. Er gebe uns ein fröhlich Herz,
    erfrische Geist und Sinn
    und werf all Angst, Frucht, Sorg und Schmerz
    ins Meeres Tiefe hin.
  4. Er lasse seinen Frieden ruhn
    auf unserm Volk und Land;
    er gebe Glück zu unserm Tun
    und Heil zu allem Stand.

Lied EG 514 „Gottes Geschöpfe, kommt zuhauf”

  1. Gottes Geschöpfe, kommt zuhauf! Halleluja,
    Lasst brausen hoch zum Himmel auf: Halleluja!
    Du Sonne hell mit goldnem Strahl, Halleluja,
    Mond leuchtend hoch vom Himmelssaal, Halleluja.
    Singt ihm Ehre! Singt ihm Ehre! Halleluja.
  2. Du Sturm, der durch die Welten zieht, Halleluja,
    du Wolke, die am Himmel flieht, Halleluja.
    Du Sommers junges Morgenrot, Halleluja,
    du Abendschein, der prächtig loht, Halleluja.
    Singt ihm Ehre! Singt ihm Ehre! Halleluja.
  3. Ihr Wasserbäche, klar und rein, Halleluja,
    singt euer Loblied ihm allein, Halleluja.
    Du Feuers Flamme auf dem Herd, Halleluja,
    daran der Mensch sich wärmt und nährt, Halleluja.
    Singt ihm Ehre! Singt ihm Ehre! Halleluja.
  4. Du, Mutter Erde, gut und mild, Halleluja,
    daraus uns lauter Segen quillt, Halleluja.
    Ihr Blumen bunt, ihr Früchte treu, Halleluja,
    die Jahr um Jahr uns reifen neu, Halleluja.
    Singt ihm Ehre! Singt ihm Ehre! Halleluja.
  5. Ihr Herzen, drin die Liebe wohnt, Halleluja,
    die ihr den Feind verzeihend schont, Halleluja.
    Ihr, die ihr traget schweres Leid, Halleluja,
    es Gott zu opfern still bereit, Halleluja.
    Singt ihm Ehre! Singt ihm Ehre! Halleluja.
  6. Du, der empfängt in letzter Not, Halleluja,
    den Odem mein, o Bruder Tod, Halleluja:
    Führ Gottes Kinder himmelan, Halleluja,
    den Weg, den Jesus ging voran, Halleluja.
    Singt ihm Ehre! Singt ihm Ehre! Halleluja.
  7. Ihr Kreaturen, singt im Chor: Halleluja!
    Hebt euer Herz zu Gott empor, Halleluja.
    Vater und Sohn und Heilgem Geist, Halleluja,
    dreieinig, heilig, hochgepreist, Halleluja,
    sei die Ehre, sei die Ehre! Halleluja.
(nach dem Sonnengesang des Franz von Assisi)
 

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